TOP Fettleber Ernährungsplan

Die Fettleber ist vor allem in den westlichen Industrieländern weit verbreitet. Neben einem überhöhten Alkoholkonsum ist vor allem eine ungesunde und nicht ausgewogene Ernährung für eine Verfettung der Leber verantwortlich.

Wenn Sie nach der Diagnose Ihre Ernährung entsprechend umstellen, stehen die Chancen gut, dass sich die Fettleber wieder zurückbildet oder sogar komplett verschwindet…

Fettleber Ernährungsplan

 

Allgemeine Regeln zur Ernährung bei einer Fettleber

Zunächst einmal sollten Sie bei einer Fettleber komplett auf Alkohol verzichten. Der Ernährungsplan besteht aus einer Reduktionskost, bei der auf Alkohol und Industrie-Zucker verzichtet wird.

Empfehlenswert ist eine hypokalorische und ausgewogene Verteilung der Nährstoffe. Der Ernährungsplan sollte zu etwa 50 Prozent aus Kohlehydraten, 20 Prozent aus Eiweiß und 30 Prozent aus Fett bestehen.

Kohlehydrate können von der Leber leicht verarbeitet werden und stellen deshalb den Hauptbestandteil des Ernährungsplans da. Da Kohlenhydrate immer ein zweischneidiges Schwert sind, sollten Sie sich so weit wie möglich auf unverarbeitete KH fokussieren.

Seit einiger Zeit wird bei der Erstellung des Ernährungsplans eine relativ fettreiche Kost gewählt. Zwischen 55 und 70 Gramm Fett pro Tag ist kein Problem. Statistisch gesehen liegt der normale Fettgehalt in Deutschland zwischen 130 und 160 Gramm pro Tag.

Wichtig ist auch: Verteilen Sie Ihre Kalorienzufuhr auf möglichst viele kleinere Mahlzeiten, um den Magen und die Leber nicht zu überfordern.

 

Beispiel Ernährungsplan bei einer Fettleber

Frühstück:

Eine Tasse Tee oder Malzkaffee. Zum Süßen des Tees ersetzen nutzen Sie am besten Honig anstatt Zucker. Auf koffeinhaltigen Kaffee sollten Sie in jedem Fall verzichten. Dazu können Sie Vollkornbrot oder Knäckebrot mit gemischten Beeren essen.

1. Zwischenmahlzeit:

Für zwischendurch empfiehlt sich ein Teller Haferflockensuppe oder ein Müsli mit selbstgepresstem Fruchtsaft. Eine Vollkornmehlsuppe eignet sich ebenso für die Zwischenmahlzeit.

Mittagessen:

Als Mittagessen eignet sich mageres Fleisch oder Fisch. Als Beilage können Sie sowohl Reis wie auch Nudeln essen. Rotes Fleisch wirkt sich schädlich auf die Leber aus und sollte deshalb vermieden werden.

2. Zwischenmahlzeit:

Es empfiehlt sich besonders mindestens einen selbstgemachten Rohsaft in die Tagesdiät einzubeziehen. Achten Sie hier auf frische Zutaten, wie Gemüse, Obst und je nach Geschmack frische Milch.

Abendessen:

Beim Abendessen ist es besonders wichtig, die Leber nicht zu belasten. Am besten geeignet ist frisches Gemüse oder Salat. Auch sollten Sie hier den Kohlenhydratanteil (verarbeitetete KH) deutlich reduzieren. Empfehlenswert ist auch Magerquark oder Hüttenkäse mit gemischten Nüssen.

Bemerkung zu frischem Obst & Gemüse:

Füllen Sie den Ernährungsplan mit mehrmals täglich mit Obst und Gemüse auf. Alternativ können (und sollten) Sie auch Rohsäfte oder Proteinshakes trinken. Diese versorgen den Körper ausreichend mit Vitaminen und Mineralstoffen.

 

Geeignete Lebensmittel für eine Leberdiät

Neben Kohlehydraten ist vor allem ein ausreichender Eiweißgehalt wichtig. Eiweiß spielt beim Aufbau der Leberzellen eine entscheidende Rolle…

  • Leicht verdauliche Eiweiße (Protein) finden sich vor allem in Quark, Vollei, Nüssen (besonders gut sind Mandeln und Walnuss) sowie einigen Hülsenfrüchten aber auch Fisch.
  • Bei den Fetten sollten Sie vor allem auf einen ausreichenden Anteil an ungesättigten Fettsäuren achten. Wertvolle Lieferanten hierfür sind beispielsweise Rapsöl oder Olivenöl.
  • Weiterhin für den Ernährungsplan geeignet sind Magermilch, Quark, Vollkornflocken, Hartweizennudeln (ohne Ei) sowie gekochte Kartoffeln (sehr empfehlenswert sind Süßkartoffeln).

Außerdem:

Zum Trinken gibt es Kräutertees, Grüner oder Weißer Tee, kohlensäurefreies Wasser und koffeinfreien Kaffee. Vom Ernährungsplan streichen sollten Sie in jedem Fall Fast Food (Pizza, Burger etc.) Speck, Schmalz, Sahne, fetter Käse, fettreiches Fleisch sowie jegliches Frittiertes (Pommes frites) aber auch lange Gebratenes, wie Bratkartoffeln.

Leberreinigung mit Bitterstoffen…

Bitterstoffe haben eine positive Wirkung auf den gesamten Organismus und insbesondere auf die Funktionen der Leber. Der gesamte Stoffwechsel wird angeregt und überschüssiges Fett kann leichter abgebaut werden. Die Leber wird spürbar entlastet und kann ihren Aufgaben leichter nachkommen.

Um die Leber mit Bitterstoffen zu versorgen, können Sie den Ernährungsplan beispielsweise mit Löwenzahnwurzelextrakt oder den erwähnten Rohsäften ergänzen. Ein Glas zu jeder Hauptmahlzeit oder auch als Zwischensnack hilft der Leber, sich schneller wieder zu regenerieren.

TIPP: Mariendistel enthält den sekundären Pflanzenstoff Silymarin und eignet sich ebenfalls sehr gut zur Entgiftung der Leber. Der Stoff unterstützt die Stabilisierung der Lebermembranen und verhindert so das Eindringen von toxischen Stoffen. Dazu aktiviert Mariendistel die Neubildung der Leberzellen und verbessert gleichzeitig die Durchblutung der Leber.

Eine regelmäßige Reinigung und Gesundhaltung der Leber empfiehlt sich übrigens auch dann, wenn Sie nicht an einer Fettleber erkrankt sind.

 

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